10-01-02 – Schulbildung

  • Bildungspflicht besteht, Schule ist jedoch nur ein Angebot; Heimunterricht und alternative Schulen sind möglich
  • Jährliche Meldepflicht, wenn ein Kind außerhalb des staatlichen Schulsystems lernt
  • Jährliche Entwicklungsüberprüfung für Kinder außerhalb des Systems ohne Noten, nur Entwicklungsbeobachtung
  • Kinder können Eltern bei grober Bildungsvernachlässigung später auf Schadensersatz klagen
  • Schule beginnt mit 5 Jahren (frühkindliche Betreuung in das Schulsystem integriert)
  • Schulzeit endet mit 20 Jahren
  • Öffnungszeiten der Schulen: 06:00–20:00
  • Regelunterrichtspflicht: 09:00–15:00
  • Ganztagsbetrieb/Betreuung: typischer Ganztag 09:00–18:00 (Betreuung flexibel 06:00–20:00)
  • Nachmittagsunterricht ist verpflichtend, Schüler gestalten in Absprache eigene Stundenpläne
  • Tagesbeginn mit körperlicher Aktivierung, Achtsamkeit, gemeinsamer Begrüßung und Frühstück
  • Schule organisiert Frühstück, Mittag- und Abendessen; Verpflegung biologisch und zentral bereitgestellt
  • Unterrichtsformen: klassische Klassenräume kombiniert mit projekt- und praxisorientiertem Lernen, Workshops und Werkstätten
  • Starker Fokus auf handwerkliche, künstlerische, landwirtschaftliche und soziale Kompetenzen; jedes Kind lernt alle Fachbereiche zumindest kennen
  • Exkursionen und Praxisprojekte zur direkten Anwendung von Theorie
  • Zentral aufbereitete digitale Lerninhalte sichern gleichbleibende Qualität und flächendeckenden Zugang.
  • Lehrer fungieren als Coaches und Moderatoren; Spezialisten aus Wirtschaft und Handwerk ergänzen projektweise
  • Alters- und leistungsdurchmischter Fachunterricht fördert sozialer Lernen („alte Hasen“ helfen „Neulingen“)
  • Individuelle Förderung der Stärken jedes Kindes steht im Vordergrund
  • Nachmittagsbetreuung ist offen, jedoch in verpflichtenden Unterrichtsblöcken organisiert
  • Elternbeteiligung ist möglich und erwünscht, aber nicht verpflichtend; Organisation und Versorgung übernimmt das System
  • Übergang ins Berufsleben: mit Abschluss (~20 Jahre) volle Freiheit; anschließend ein Pflichtjahr nach eigener Planung möglich
  • Berufs- und Studienwahl frei; Schnuppern, Unternehmensgründungen und Online-Studium sind möglich
  • Optionales, freiwilliges Stärkenprofil-Register zur Orientierung für Unternehmen/Ausbildung
  • Inklusion: Integration bei Förderbedarf solange der normale Betrieb nicht signifikant gestört wird; für sehr hohen Unterstützungsbedarf separate Einrichtungen
  • Pädagogische Leitprinzipien: Entwicklung vor Leistungsdruck, Stärkenorientierung, Lebenskompetenzen, praktische Fertigkeiten, soziale Verantwortung
  • System ist praxisorientiert, modular und flexibel; Ziel ist umfassende individuelle Entwicklung, keine standardisierte Leistungsmessung
  • Versorgung und administrative Aufgaben der Familien werden durch das Schulsystem übernommen, Eltern entlastet
  • Digitale Inhalte und zentrale Aufbereitung dienen Qualitäts- und Zugangsangleichung für alle Regionen
  • Lehrer- und Projektnetzwerke mit externen Fachleuten sichern Praxisnähe und Aktualität der Ausbildung
  • Schulstruktur zielt auf Selbstbestimmung der Lernenden innerhalb verbindlicher Pflichtbereiche und auf langfristige Entwicklungskompetenz

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