08-02-00 Ethik & Werte

  • Werte entstehen gesellschaftlich und werden politisch gespiegelt: Ethik bildet sich im Zusammenspiel von Bevölkerung und Parlament; Politik verwaltet den gesellschaftlichen Willen, statt ihn zu formen.
  • Kein staatlicher Wertekanon: Ehrlichkeit, Respekt und Fairness werden kulturell gelebt, nicht gesetzlich vorgeschrieben; keine normative staatliche Vorgabe.
  • Ethikunterricht ist verpflichtend: moralische Grundlagen, soziale Verantwortung, persönliche Integrität, Konfliktkompetenz und Reflexion technischer Entwicklungen.
  • Gemeinden dürfen eigene kulturelle Werteprofile definieren, sofern Grundrechte vollständig gewahrt bleiben.
  • Grundrechte sind unantastbar und stehen über allen lokalen oder kulturellen Ausprägungen von Ethik.
  • Wertkonflikte werden zuerst lokal geklärt, z. B. durch Gemeinde, Schiedsrichter oder Friedensrichter; staatlicher Eingriff erst bei Scheitern.
  • Ethikvermittlung orientiert sich doppelt: an persönlicher Eigenverantwortung und an gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber Gemeinschaft und Umwelt.
  • Gesellschaftlich unethisch, auch ohne strafrechtliche Relevanz: Verrat, Ausnutzen anderer, Pflichtvernachlässigung, bewusste Täuschung im öffentlichen Raum; soziale Missbilligung statt staatlicher Strafe.
  • Ethik entwickelt sich dynamisch weiter, insbesondere in KI, Bioethik, Datenethik, Automatisierung und digitaler Verantwortung.
  • Keine Ethikmessung: keine Tests, keine Scores, reine kulturelle Vermittlung.
  • Ethik ist kein Teil der Bürgerchecks; sie wird in der Schule gelehrt, nicht administrativ überprüft.

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